Schlagwort-Archiv: Launen

Tse-tse-tse

Und einmal hat FrauFreitag freitags früh abends zum Bügeln Sport im Fernsehen angeschaut. Allein dies normal scheinende Szenario ist schon so bizarr wie nur vorstellbar. Am Ende noch Lockenwickler!
Muss erstmal in’n Keller an meinen persönlichen Sandsack. DAS IST JA UNBESCHREIBLICH, welch sexistisch-rassistisch-chauvinistische Kackscheiße da von diesen Grillexperten gelabert wird, wie denen ungefiltert Müll ausm Mund läuft, ich könnt mich aufregen. Natürlich schau ich das als alte Sporthasserin nur wegen der Zeiten und der Technik…und nicht wegen der schweißigen Muskeln. ABER ICH RED NICHT IM FERNSEHEN! Was lernen die denn eigentlich? Wo sind die Sportreporter von früher vor übergroßen Mikrophonen mit ph, die mit Tenorstimmen sauber formulierte und artikulierte Sätze sagen? Nee. Hagen Rether hats schon gesagt. Was reg ich mich auf? Selbst Schuld, wer fernsieht. Jetzt weiß ichs wieder. Schluss, aus, Endä.

SA 6.16
SU 20.46
2 Bft aus SW

Das Tief hält an. Leere innen und mäßig lustiger Slapstick außen. Sollte mal paar Tage das Maul halten, so wie diese selbsternannten Sportreporter.
Ganz OK war allerdings heute meine Sprudel-Performanz im überfüllten Wartezimmer einer orthopädischen Praxis. Wo ich mit Kind2 war („freier Vormittag“). Also alle Plätze im Wartezimmertheater besetzt. Ich stehe zentral, vorm Kind, und biete ihm, weil ich Durst habe, Sprudel an. Hab Becher dabei, weil Pubertistinnen sich ekeln, mit Mutti aus einer Flasche zu trinken. Is so. Öffne die Flasche, die fröhlich explosiv abspritzt. Und um den Schaden zu minimieren (Passanten), presse ich die Quelle an meinen Busen. Ernte spontanen Applaus und verbeuge mich mit Kratzfuß. Wische das Wartezimmer und bin trocken, als wir nur etwa eine Stunde später dran sind. Das war ganz erfrischend. Sonst? Nüx.
Achdoch. Die Metzgerei hier vorn an der Ecke hat geschlossen, für immer. Ich phantasiere, was man mit dem Ladenlokal anfangen könnte. Café „Zur Vleischwurst“? Sohn meint, die Jugend Rheinhessens käme an diese Pilgerstätte zur Wallfahrt. Macht wer mit?
Ich schau jetzt weiter Leichtathletik. Ohne Ton. Soll ich James Brown dazu hören?

FrauFreitag geht unter die Fuszballfans

und schon werden alle Weltmeister!

Will sagen:
Undeinmal bin ich abends in eine Kneipe gegangen, wo ich außer den Inhabern niemanden kannte. Um mir zum ersten Mal im Leben öffentlich Fußball anzugucken. Überhaupt richtig dabei zuzugucken. Nach, sagen wir, 1979. Weil ich ja finde, man sollte immer mal Sachen machen, die man noch nie gemacht hat, also wenigstens manchmal.
Und irgendwann habe ich meine Hände an meiner Stirn gemerkt, wie sie dagegen gehauen haben, meine Hände, die meine Haare gerauft haben, ich habe laut „Abseits“ gesagt und Luft zwischen den Zähnen eingesaugt. So Sachen.
Das alles war sehr lehrreich, lustig und auch wahnsinnig gruselig, insbesondere möchte ich hier die Generalmobilmachung NACH dem Spiel hervorheben sowie das gemeinsame Absingen der Hymne vorher.
Insgesamt: eine 1-, großer Film, nur ich bin nicht die richtige Besetzung dafür.

Dingsdafinale, FrauFreitag verletzt!

Während sich die Mannschaften aufwärmen, die Fans vorglühen und -schon- die Nationalhymne durchs Fenster zu mir herein klingt,  (irgendwie immer ein sehr seltsamer Moment) liege ich. Laut fluchend und mit dem Schicksal hadernd. Im Bett. Fragt nicht, wie lange ich gebraucht habe, bis ich hier war. FrauFreitag, was ist denn bloß passiert? Das will ich dir erzählen, es ist eine Geschichte voller Schmerz und Selbstmitleid.
Ich war im Training. Todmüde zuerst. Dann, nach 30 min. extrem-warming up, i.e. Rennerei, Seilspringerei, Schattenboxerei Hampelmännerei, etcetc, also wirklich warm, unter mir schon kleine Pfützen, …wollte Trainer E. mir einen Gefallen tun und mir die ersten 3 Minuten Pratzentraining widmen. Ich freu mich, bin endlich wach und heiß drauf, ein bisschen zu hauen und zu treten. Kombination war folgende: eine schnelle kleine Linke, eine ebensolche rechte Gerade, noch eine Rechte, diesmal lang und hart, dann ein freundlicher rechter Uppercut, linker Haken, rumms, rechter Kick als Abschluss. Ich mache schon wieder Geräusche wie diese Tennistante, kicke laut  mit „uoah“, bin wild und gefährlich, alles sehr schön, coole Kombination, macht echt Spaß, viermal, fünfmal, E. greift an, ausweichen, weiter gehts, nach dem Haken der Kick- ich hebe das Bein, schreie, setze den Fuß auf den Boden, schreie nochmal, liege, spiele den gefallenen Fußballer.
Hinter dem Feuerwerk, das ich sehe, weiß ich: Kacke. Das ist (wieder) ein Faserriss, wieder rechte Wade, gleiche Stelle wie vor 2 Jahren, und das hat lange gedauert. Sehr lange. Narbengewebe. Das Alter. Mein Leben, meine Karriere- ruiniert. Sitze, Bein senkrecht hoch, wiegele ab, „geht schon“ (Lawrence of Arabia-„natürlich tut’s weh“). Ein junger, muskulöser Mann massiert sehr aufmerksam mein Bein, aber irgendwie kann ich es nicht genießen. Wo bleiben jetzt die mit der Bahre? Eisspray? Physiotherapeuten? Ein Arzt vielleicht wenigstens? Helikopter? Pustekuchen, alle in Brasilien.
Over.
Auf links in die Kabine. Rufe Kinder an, Mann is ja keiner mehr da. P. kommt, sie ist ja jetzt größer als ich, äußerlich, also muss sie mal ihre durchgeknallte Mutter heimstützen.
Der Weg ist plötzlich 15 Mal weiter…auauau! Es schüttet.
Problem: ich komm ausm Trainig, habe ca. 100 Liegestütz gemacht, Schattenboxen mit Gewichten-meine Arme können nicht mehr.
Zeitschleifengefühl, Krücken, Behinderung-war doch erst, oder? Traumatisch.
Will das nicht. Nie wieder!
Bin extrem unzufrieden.

¿Wie bitte???
0:5?!?!?!?
Irgendwas stimmt doch heute nicht!

Misery and pain.

Nachtrag, 12.7.:
Am gleichen Abend, so berichtet mir meine Mitbewohnerin der Stadtwohnung, ist das Muhammad Ali-Poster von meiner Tür runtergefallen. Was für eine Koinzidenz!!

#ich hab mal in einem Stück mit/gespielt…-Idee

Seit dem Kehraus (s. ebenda) geht mir der Ohr- und Gedankenwurm (Hirntrojaner) „ich hab mal in einem Stück gespielt…“ durch den Kopf.

Idee hierzu.

Vielleicht sind nicht wirklich alle hier echte Berufsschauspieler_innen.  (Oder ist hier eine_r?)

 Einschub: All the world’s a stage, and all the men and women merely players…eteze, [das gelangweilt, schon zu oft wiederholt]

Aber irgendwie mitspielen tun wir doch alle, tun wir nicht?
Drum erzählt, Freunde, Römer und Mitbürger, in was ihr spielt! Ich mach auch mit und schon wird mein Privatgrundstück zum Tummelplatz, zum Spielplatz- zur BÜHNE!
Hofft

FrauFreitag