Soforthilfe

SA 7.34
SU 18.54
2 Bft aus Südost
Wenn man von FrauFreitag, die ja nur schwer die Klappe halten kann, ein paar Tage nichts hört, ist das nicht unbedingt ein gutes Zeichen und so ist es auch im Moment. Die Gute liegt im Sperrfeuer zwischen verschiedenen Themen, die sich abwechseln oder ergänzen in ihrer Zermürbetaktik. Natürlich lässt sie sich nicht unterkriegen und eine entscheidende Schlacht wurde heute ausgefochten. Siegreich, versteht sich. Da es dabei nur um Lohnerwerb geht, sei hiermit genug gesagt. Am Ende wird bekanntlich alles gut. Das wiederhole ich mit einer gewissen Verbohrtheit. Nachdem die Schlacht gewonnen war, fuhr ich mit versagendem Deo und leichtem Unterzucker nach Hause, Kind3 zu bewundern, das Folterknechte heute mit einer festen Zahnspange ausgestattet haben. Es dauert mich. Ich sehe im Garten einen Sonnenfleck und steure ihn kraftlos an, da knattert ein Rasenmäher oder sonst ein Lärmgerät im Karee los. Ich verschränke die Arme unterm Nacken und stecke mir die Finger in die Ohren. So ists nochmal ganz schön draußen.  Für knappe 10 Minuten wähne ich mich irgendwo,  reise gedanklich ab, denke an Leuchttürme und Nordseewellen, die mir heute völlig irreal scheinen – da leckt mir der Hund übers Gesicht und ich verwandele mich in Lucy von den Peanuts.  „AAAAAAaargh“ kreischend renne ich zur Desinfektion. http://media-cache-ak0.pinimg.com/236x/ac/92/00/ac92004323251234be8038efca5f7f37.jpg         Da liegt auf dem Tisch: Ein Briefumschlag. Sieht wie Werbung aus. Aber ich weiß: heute,  jetzt, eben wendet sich das Schicksal. Es ist ein Los der Aktion Mensch. Wir erinnern uns. # Die Sofortrente. Ich erbreche den Umschlag, kreuze Sofortrente an, gebe meine Kontodaten an und sende alles sofort/umgehend/mit wendendem Boten und persönlich ab. Der ganze Vorgang dauert kaum 5 Minuten. Jetzt wird alles gut. Uff. Ich lehne mich zurück, pflücke ein Sträußchen Zitonenmelisse zur Beruhigung,  freue mich.  Am Ende, und das ist immer wieder so schrecklich, hängt alles nur am schnöden Mammon. Lassen wir das. Man muss einfach mehr mit Buchstaben spielen und weniger nachdenken.  Erbaulich und trostreich. Gestern Abend wollte ich zum Beispiel was zu einem DenkThema in ein Notizbuch kritzeln, und plötzlich kam eine Art Liebesgedicht aus meinen Fingern geflossen. Erstaunlich. Bei so was muss man gut aufpassen. Das muss erst ein paar Tage liegen bleiben und beobachtet werden. Ob man das der Öffentlichkeit zeigt, dem Referenzobjekt, oder doch lieber dem Mülleimer,  weiß man erst nach einiger Zeit. Heute Nacht werde ich tief schlafen, gut träumen und erst erwachen, wenn der Wecker klingelt. Der Soforthilfe sei Dank. Tiefes Ausatmen.

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