From Dawn to Dusk

 

SA 7.15
SU 19.21
3 Bft aus West

Herr-lich. Ein Wicküler Pilsener genießend („Hooger wie wir…“) denke ich den Tag zurück:

Um weniger Stress zu haben, hat FrauFreitag beschlossen, eine halbe Stunde früher aufzustehen, wenigstens 20 Minuten. Macht also halb 6 und fühlt sich nicht direkt überzeugend an. Dann aber doch, denn tatsächlich kann man viel entspannter alles machen, was so zu tun ist, ehe das Stück anfängt. Schon um kurz vor 7 sattle ich also fertig geschminkt mein Pferd und reite in den Sonnenaufgang, mit Hund ans Wasser, schauen, obs noch Sunflowers auf Sunflower Island gibt. Fazit: Es gibt und es lohnt sich, obwohl ich erstmals seit langem das Wort „Handschuhe“ denke, kurz vor Sonnenaufgang aufm Rad. Somit eingestimmt – an die Arbeit. Diese dient im Moment v. A. dazu, dass mir täglich neue graue Haare wachsen.  Ich habe jetzt alles in die Hände meines persönlichen Zeichners gelegt. Alles wird gut, das hat der schon vor 25 Jahren gesagt, also wird es das bestimmt jetzt bald werden…

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Nachdem ich mir eine ellenlange Liste mit Dingen, die morgen zu tun und zu lassen sind auf den Arbeitsplatz gelegt habe, verlasse ich nach einigen Stunden den Lohnerwerb, um zu Hause an die echte Arbeit zu gehen. Ich schule zukünftige Fachkräfte und redigiere den Aufsatz „Tag einer Steinzeitfrau“, 2. Geschichtsstunde 7. Klasse. Manchmal staune ich über mein Wissen. „Hatten die eigentlich schon Männer?“, fragt das Kind. Es meint „angetraute Ehemänner“, aber ich sage natürlich „Natürlich, und was für welche!“ und habe im weiteren Verlauf keine Lust, seine Idee der heilen kleinen Steinzeitfamilie auch noch kaputt zu machen. Außerdem: was vermögen wir schon zu wissen, wie die Männer da so waren? Nüscht.

Nach einem heftigen Gewitter bricht sich die Sonne Bahn und vergoldet die Welt. Ich rufe zu einem SpSp auf, zu einem SpontanSpaziergang, aber nur der Hund will mit. Was wäre ich ohne ihn?! Also raus, dem Sonnenuntergang entgegen, hügelauf hügelab kann man die Sonne steigen und sinken lassen. Die Vollernter sind großteils durch, Fluglärm seit gestern erträglicher, nur die Autobahn lärmt still vor sich hin. Der Hund frisst Ernteausfälle – zum Guttempler würde er nicht taugen. Ich probier auch mal und wenn nochmal einer sagt, der Sommer sei nichts gewesen, dann zwinge ich ihn, diese Zuckertrauben zu essen, bis ihm schlecht wird. Würfelzucker in Perkelform. Das wird ein Jahrhundertjahrgang.  Ja! DER SOMMER WAR SEHR GROSZ.
Das Licht zaubert, über dem fernen Rheintal steigt Nebel und ich wandere über dem Nebelmeer.

casparselfie
Denke über alles mögliche nach, finde das Sein ganz erquicklich, stolpere durch Matsch und Pfützen, nasche hier und da, da fällt mir auf, dass ich es bald kaum noch schaffen werde, im Lichte zu wandeln. Ei, das wird eine Prüfung. Vielleicht kann ich meine Arbeitszeit unterbrechen von 12-16 h und dann in der Dunkelheit weiter? So grübelnd streife ich vorbei an I-Ahs Platz („wenn du verstehst, was ich meine“), und an Hazel-Rah aus Watership down, der gerade vor uns in seinen Bau schlüpft. Kurz frage ich mich, wie Menschen die Welt sehen, die nicht immerzu in Büchern spazieren gehen…denke an Thursday Next…und stehe vor meiner Haustür, wo man meiner erwartet.
Ist das Leben nicht schön, in all seiner Vülle? Schon irgendwie.

Ein Gedanke zu „From Dawn to Dusk“

  1. Hallo Stefi!

    Hier auch alles schick.
    3 Wochen durchrenoviert.
    Der Umzug ist in Sicht – Samstag!!
    Es ist schon sehr schön geworden.
    Tolles Parkett in Wohn-,Arbeits- und Schlafzimmer gelegt.
    50 Liter Alpinaweiß gestrichen.
    Säckeweise Grünschnitt gemacht.
    Vom Herbst bekomme ich nur Fetzen mit – schade.
    ganz liebe Grüße
    Katja

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