饺子- jiaozi

Ich weiß von Freunden (und von anderen Leuten, mit denen ich Umgang pflege), dass es heutzutage üblich ist, seine Nahrung in s.g. „SOZIALEN“ Netzwerken der Öffentlichkeit preis zu geben. Die Frage „Wiesu denn bluß?“ drängt sich mir auf…und die Bitte, Mitglied zu werden im- naja…aber bitte. Bitte. Reden wir über mein Essen.

Heute gabs in der vegangen Alchimistenküche: jiaozi. Der Google- Übersetzer sagt euch, wie mans aussprechen soll- wenn mans hinkriegt.
Ist ein bisschen Arbeit, also die jiaozi, nicht das Aussprechen, lohnt sich aber, fand Frau Freitag, und vom letzten jiaozi-Schmaus schaut nur noch ein Bein heraus.

Zuerst macht der Meister den Nudelteig. Die Füllung wurde schon vor einiger Zeit vorbereitet- wie, ist Alchimistengeheimnis. Soja und Seitan und erlesene Gewürze. Mehr sag ich nich. Während der Teig ruht,
DSC01043 ruhen auch wir.
Dann gehts los. VIELE gleichkleine Teigstückchen von der Rolle schneiden. Bisschen rund rollen, ich mach das gern mit nem Glas. DSC01045
Dann kommts. Der kleine Teiglappen muss an seinem Rand so dünn sein, dass er fast reißt. Aber nur fast, bitte. Probe: gegens Licht halten. Im Mittebereich etwas dicker. Geht ganz gut. So ab dem fünften. Den perfekten kleinen Nudelteiglappen nun auf Daumen und Zeigefinger einer lockeren Tai-Qi-Faust legen, also „den Brunnenrand mit dem Seidentuch verhängen“. DSC01051

Füllung einfüllen,
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zuklappen, zukleben, fertig.
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Diese Prozedur häufig wiederholen, dabei fortwährend geschickter und schneller werden. Eine Stunde später haben Meister und Novizin eine ansehnliche Portion in ihrer kleinen Manufaktur hergestellt.
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In Salzwasser mit Essig kochen, bis alle toten Jiaozi bauchoben treiben. Das geht wiederum sehr schnell.
Essen, aber nicht, wie ich, das Aufhören vergessen. Und bitte auch nicht so schnell!

Jetzt bin ich so voll, dass es mir leider nicht mehr möglich ist, sportlich zu werden.
Gestern aber war ichs. Wie geplant, 18 Minuten, diesmal mit bergan. Ging naja. Am Horizont pflaumenfarbiges Gewittergewölk, das rasch näher kam. Hoogiger Himmel, ich war ergriffen.
Vermisse nach sportlicher Anstrengung allerdings eine fachkundige Massage, schlag mir an den und es aus dem Kopf. Dauert noch lang. Sowieso bin ich gerade latent unentspannt, weil ich ab morgen 2 Wochen lang nie länger als drei, vier Tage an einem Ort sein werde.  Achje, wir armen Karrierefrauen. Morgen reist die reizende kleine Sprachtante nach Hamburg, sich mal wieder das Tor zur Welt anschauen. Welchiges aber geschlossen bleiben wird, das steht schon mal fest. Bin keine 24 h vor Ort. Eine Schande. Dabei weiß ich haargenau wo der Bummelzug nach Norden geht, nach Husum,  wo man dann nur noch auf die Adler-Express umsteigen müsste…Pustekuchen, ich soll mich aufs Fachliche konzentrieren. Wie erwachsen. Liegt mir irgendwie nicht so ganz.
Apropos erwachsen.
Weil die 64er ja so ein verdammt geburtenstarker Jahrgang sind, musste ich gestern schon wieder einen 50ten Geburtstag besuchen. Sehr schön wars. Komisch kommt mich und andere nur an, dass die Kinder, die neulich auf dem 40sten desselben Geburtstagskindes gerade mal 2,3 Jahre alt waren,

Bild 010 (wieso eigentlich ein Pinguin??)
jetzt schon in die Klasse der Pubertist_innen aufgenommen sind. Von den Älteren nicht zu reden.
Bild 014Die stoßen schon mit an. Nun gut. Wie dem auch sei. Ich hab mir Photographien angeschaut von vor 10 Jahren und irgendwie, ich weiß nicht, ich schau mir alle so an, die Frauen vor allem – und ich finde, jetzt mal ganz ehrlich und bei günstigem Licht: wir sehen heute irgendwie BESSER aus.  Apropos besser aus: ein Mann fällt mir bei der Feier mehrfach ins Auge, weil der irgendwie besser aussieht. Wer ists? „Mein Exmann“, lachte FrauFreitag
Jetzt geh ich packen. Eigentlich freu ich mich ja. Hamburg. Achja…

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