Hitzebedingter Stream of C.

Ich habe eine Entschuldigung:
es sind 40°C und ab 26° fange ich an, schlechter und schlechter zu funktionieren.
Ich wollte mal was Vernünftiges machen bei dem Wetter: nämlich nix. Schon früh hab ich alles Wesentliche erledigt, das Haus verdunkelt (schon echt toll, Sommer…), Getränke kalt gestellt…da sollte ich mal eben schnell Kind 2 durch Rheinhessen fahren, zu einer Freundin. Mach ich. Ich hab ja ein automatisches Fahrzeug.
Nur Idioten unterwegs. Alle haben nen Sonnenstich. Nach ner Stunde bin ich wieder da. Leg mich ins abgedunkelte Wohnzimmer und denke nach.
Auf tritt Kind 3, das Schauspieltalent (jetzt neu: mit Fanclub!). Ob ich es mal eben zu einer Party durch Rheinhessen fahren könne? Klar. Dabei kann ich ja auch grade Kind 2 wieder abholen…
Stau auf der Spur ins Freibad. Ich sehs mit Schaudern. Zum Glück sind alle beschäftigt und plärren nicht nach Schwimmbadbesuchen…
Endlich zurück im abgedunkelten Haus, auf dem Sofa, denn im EG ists am ehesten auszuhalten. Fühle mich dumpf, irgendwie verstrahlt. Absolviere mit Mühe die Tageszeitung. Denke über einen Blogartikel nach, weiß nix. Schaue mal in Wikipedia nach. Lese den Artikel „Blog“. Frage mich, ob ich nachschauen muss, was ein RSS-Feed ist. Kenntnisse in HTML. Hm. Vielleicht sollte ich Poker lernen?

http://de.wikipedia.org/wiki/Blog

Ich hole den Ventilator. Der soll mir mal unters Kleid pusten.
Komme vom Hölzchen aufs Stöckchen. Da gibt es eine Liste der 100 meistbesuchten Blogs. A-HA. Muss ich, klar, anschauen.

Sehr interessant. Manche kenn ich ein bisschen. Manche scheinen mir richtig gute Zeitungen zu sein! Ich schaff das aber nicht. Ich hab zu viel. Und zu tun. Also scan ich mal drüber.
Manche haben übertrieben geile Namen.
Einer macht mir Angst.
St. Pauli ist auch dabei, soso.
So kann man also seine Zeit auch zubringen. Blögge lesen und schreiben.

Ich merke wie ein Teil meines Ich in Hitze diffundiert. Phantasiere auf Gälisch. Sehe Neufundländische Fischer vor mir. Sie haben rötliche Haare auf ihren Fischerhänden.
Es wäre mir echt mal grade egal, ob ich am Anleger, an Landsende oder bei Westerwaft in die See ginge, Hauptsache sie wäre grade da und ich auch. Mache mir Sorgen um meinen Geisteszusatnd. Schlafe ein, träume keltische Träume und wäre selbt rothaarig in einem windigen Land.

Schrecke wieder hoch. Muss  die Blogwelt erkunden, meine Nachbarn kennenlernen…da stoß ich auf was, was mich RASEND macht.
images

Jetzt muss ich SEHR weit ausholen, einen Schwinger ansetzen. Und das soll man ja nicht. Wir sind ja nicht aufm Jahrmarkt, sagt mein Trainer immer.
Also, Was is los? Warum kriegt die Freitag jetzt nen Anfall?
Ssssss. Ist ja meine eigene Schuld. Ich hab mich ja nie getraut.

[mit saudoofer Stimme:]

„och, ich hab ja nichts zu erzählen. Ich erleb ja nichts. Das will ja keiner lesen. Das können andere viel schöner (Thomas Mann, Hertha Müller, Goethe et alt.). ..“
Und!?
Was muss die kulturbolschewistische Beobachterin jetzt sehen?
(Schöne Zeitung wäre das, oder?
DER KULTURBOLSCHEWISTISCHE BEOBACHTER.
Und wehe im DruckSatz wird das R umgedreht!)
Was muss ich sehen? Da gibts son Mutti-Blog. Handelt von allem, was wir , also manche geneigten Leser, kennen. Bis zum Überdruss kennen, zum Abwinken, Durchwinken, Vorhang!
Pipi, wache Nächte, Zahnpasta, Supermarktbesuche mit 2 Jährigen.
Und von Nagellack. Nagellackfarben genaugenommen. Eieiei.

OK. I accept the challenge.

Ich hol noch mal aus.
Als mein Exmann mich gegen eine junge schöne Kleinkünstlerin versuchte auszutauschen“ [diabolisches Lachen], dachte ich über einen Song nach, den ich sie singen lassen wollte. (Zur Not, falls sie nicht freiwillig wollen würde, mit Gewaltandrohung.)
Sie sollte ihn wie folgt anmoderieren: das Libretto des nächsten Stücks ist von der Exfrau von meinem Neuen geschrieben worden. Es trägt den Titel: [Kunstpause]
„Warum ich nicht Künstlerin geworden bin in den letzten 23 Jahren“.
OK, das war eine kindische Idee. Wutgeboren. Aber zeitweise hilfreich. Und am Text hab ich rund um die Uhr gefeilt, bei jedem Essenmachen, bei jeder Waschmaschine, bei jedem SCHEISS. Dabei kam ich dann auf die Idee, einen neuen Ulyses zu verfassen, einen luciden stream of consciousness.
Zur Bewusstseinserweiterung guckt man hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bewusstseinsstrom

Das hat mir so gut gefallen, dass es mir gleich viel besser ging. Und immer besser. Und irgendwann so gut, dass ich vom 10er gesprungen bin und dabei noch „guckt ma!“ gerufen habe [platsch], und ja, zugegeben, einige hatten ein bisschen geschubst und hinten gedrängelt. Also jedenfalls bin ich Blogbuchschreiberin geworden. Und fleißig.

„Und was is mit HTML?“, wird da von der Seite reingerufen… Kommt vielleicht noch. GEHT AUCH SO.
Labere Wörter in die Tastatur, denke an meine Leser_innen, grinse beim durch die Satzwelt rennen, weiterweiter, höre ich die Trainerstimme…Boxen oder Schreiben: Wir dürfen nicht nachlassen. (#Camus)
Wollte ja eigentlich am liebsten schon immer Briefe- oder Auftragsschreiberin werden. Berufe mit Zukunft, I know. Also, hier ist ab jetzt Wunschkonzert. Ruft rein, was mal dran wäre. Gemeinsame Undeinmalerlebnisse. Überschriften. #Schlagworte…bitte mitmachen, dann wirds „interaktiv“.

Wo war ich, wo wollt ich hin?
Richtig, die Konkurrenz.

Also. Vorschlag an die Leserschar:
Jede_ von Euch sagt 2 bis unendlich vielen Leuten, sie sollen HIERHER kommen, zum Lesen. Und die dann wieder. Und dann müsste ich ziemlich schnell, wer rechnet das bitte mal eben aus? , B.H-D vielleicht? ziemlich schnell unter den TOP 100 sein. Ohne Nagellackfarben. (Unter uns: ich gewöhne mir ja das Fingergebeiße ab. Auf Hooge war ich clean. Jetzt, naja, ich arbeite dran…). Und ja, von mir aus: Teilt mich auf euren Netzwerken. Und tretet bei:

http://asnetz.npage.de/

Und dafür, wenn schon Prostitution, dann richtig: ich schreib
WAS IHR WOLLT.

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