Ende November

SA 8.00
SU 16.29
4 Bft aus Südwest

Eigentlich sah der Tag mehr nach Andreas Gryphius aus. Schien mir aber dann doch etwas stark:

Menschliches Elende

Was sind wir Menschen doch! Ein Wohnhaus grimmer Schmerzen.
Ein Ball des falschen Glücks, ein Irrlicht dieser Zeit,
Ein Schauplatz herber Angst, besetzt mit scharfem Leid.
Ein bald verschmelzter Schnee und abgebrannte Kerzen.

Dies Leben fleucht davon wie ein Geschwätz und Scherzen.
Die vor uns abgelegt des schwachen Leibes Kleid
Und in das Totenbuch der großen Sterblichkeit
Längst eingeschrieben sind, sind uns aus Sinn und Herzen.

Gleich wie ein eitel Traum leicht aus der Acht hinfällt
Und wie ein Strom verscheußt, den keine Macht aufhält,
So muß auch unser Nam, Lob, Ehr und Ruhm verschwinden.

Was itzund Atem holt, muß mit der Luft entfliehn;
Was nach uns kommen wird, wird uns in Grab nachziehn.
Was sag ich? wir vergehn, wie Rauch von starken Winden.

(1637)

Aber dann schlägt der Wind um. Mit Kind1 hört FrauFreitag erst alle swingenden Weihnachtslieder, die wir kennen und dann Kakkmaddafakka. Dazu spielen zwei echte Champions Stadt, Land, Fluss, Berliner U/S-BahnStation, Krankheit, Schimpfwort. Der ältere Champion siegt gegen den Herausforderer dank Viktoria-Luise Platz und Prinzenstraße. Der Hund betet mich an. Das Leben hat eben doch zwei Seiten…und man soll den Tag nie vor dem Abend loben.
Vielleicht schreibt FrauFreitag auch mal wieder Geschichten. Wenn sie neben dem Glücksspiel Zeit findet.

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