Schwindelerregend

SA 7.51
SU 17.49
2 Bft aus Ost

Und dann kommen allerhand sozial erfüllte Tage.
Faszinierend, dass man Freunde, Römer und Mitbürger von überallher manchmal leichter in der Bundeshauptstadt treffen kann, als anderswo.
FrauFreitag denkt an Nina Hagen und geht zuerst aufm Bahnhof Zoo ins Damenklo. O tempora, o mores, auch hier SANIFAIR, alles hygienisch rein. Der Eintritt für diese Enttäuschung immerhin ein €, das sind beinahe 2 Mark, also 4 Ostmark….ich weiß, was Sie jetzt denken…
Ich lasse mir von verschiedenen Genossinnen und Genossen ihre spezielle Seite der Stadt zeigen und finde alle spannend, außer das Arschloch aufm Antikmarkt, von dem ich mir doch tatsächlich sagen lassen muss, ich solle mich gefälligst verpissen. (sic. Entschuldigung. Ich bekam keine, obwohl ich danach verlangte. Leider war ich zu perplex, meine Sekundanten oder Tertianten vorbeizuschicken und um Satisfaktion zu bitten. Was ich rückblickend schade finde.)
Ein rauher Umgangston auf den Straßen, Hochspannung im Doppeldeckerbus oben vorne – schafft er die Kurve/den Radfahrer/den Kinderwagen? Phhhh, nochmal gutgegangen…
Mein schönstes Ferienerlebnis aber die echte Ohnmacht auf einem Musikkonzert in der Columbiahalle, die mir wirklich gut gefällt. Ob ich umgefallen bin, weil Rick McPhail so eine starke Anziehung auf mich ausgeübt hat oder ob es nur an Licht (Stroboskop) und Luft (keine) lag – wer kann es ergründen? Mir eindrücklich in Erinnerung jedenfalls der Moment des Aufwachens, als die eine Sanitäterin zur anderen sagt „ich kann den Puls nicht finden“ und ich murmele „aber ich rede doch noch mit Ihnen!“. Puls war letztlich doch da, FrauFreitag auch gleich wieder und die Zugabe habe ich sogar schon wieder gehört, fand sie aber nicht mehr so gut.
Gut fand ich es auch nicht, dass man ins DDR-Museum geht, weil die Besitzer sagen, ab 18 h sei es da leer, was aber gelogen ist und man dann aber in einer Art von Montagsdemonstration kaum an die zugegeben sehr interaktiven Exponate herankommt. Ist sicher ein schönes Museum, wenn alle nachts weg sind. Und auch lehrreich. Ich war mit einer Ehemaligen dort, das ersetzt viele Erläuterungtexte  und ist noch viel mehr interaktiver. Und es gibt da wirklich tolle Postkarten zu kaufen. Die man dann an alle schicken kann, die nicht das Glück haben, hier in der Hauptstadt im Herbstsonnenschein zu flanieren und sich alles anzuschauen, bis ihnen schwindelig wird.  Und dann auf dem bierbesudelten Boden liegen.

Gruß aus Berlin! Immer eine Reise wert! Ist mein Koffer noch da? Ja, da steht er…

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f3/Berlin-Mitte_Postkarte_012.jpg

 

Ein Gedanke zu „Schwindelerregend“

  1. Hallo FrauFreitag, in der großen Hauptstadt kann man viele Menschen treffen – von überall und anderswo – oder auch nicht! Wir waren letzte Woche auch zu Besuch in Berlin, haben im Hotel am KuDamm gehaust (wo es viel zu laut war) und sind da und dort durch die Stadt spaziert. Z.B. auch durch die Oranienstrasse, haben dort aber leider weder das Museum der Dinge noch FrauFreitag gefunden – Schade eigentlich! Nun wieder Alltag in Obb-SO … und dir nen lieben Gruß Eva & Axxl

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