Vielvältiges Gevluche

SA 7.43
SU 17.39
2 Bft aus Süd

Liebe Leser, heute wirds vielfältig. Vielfältig maulig.

Ich weiß nicht warum, aber nach vier Stunden Schlaf fühlt FrauFreitag sich heute vrüh wie ein rohes Ei.  Das wäre nicht nötig gewesen.
Der Wecker geht um 6 und Kind3 muss zur Schule, da gibts kein Vertun. Vrühstück im Koma, das kennen wir alle. Um 7 muss Kind3 ausm Haus. Aus kosmetischen Gründen müssen um 6.45 noch Haare gewaschen werden. Klar. Allzeit gepflegtes Äußeres. Jedoch nasse Haare, latente Halsschmerzen und draußen 1°C – wir verfallen rasch in ein Mutter-Tochter-Theaterstück, bei dem Vöhn, Zeitmanagement und Wollmütze vs. Vrisur zentrale Diskussionspunkte darstellen. Ich erringe natürlich den Sieg, weiß aber, dass spätestens an der nächsten Ecke…“mach die Jacke zu!“, rufe ich noch hinterher. Kind3 nach links ab.

Sich am Kinde ein Beispiel nehmend, begibt sich alsdann FrauFreitag selbst ins Badezimmer. Erstmal heißes Wasser, bitte. Die Vacettengelenke beschweren sich seit Tagen über übermäßiges Sitzen. [Die heißen Facettengelenke und was die Künstlerin hier sagen will ist : Rückenschmerzen, arge]
Was soll ich sagen? Es führt mich zum nächsten Thema. Warum sitzt FrauFreitag so viel? Kennen wir sie nicht als vröhlichen kleinen Virbelvind, neurasthenisch herumrennend, um sich tretend und schlagend? Immer zwei Stufen auf einmal nehmend oder herunterfallend? Und jetzt? Sitzen. 7, 8 h täglich. Man soll nicht klagen bei 3. 032. 000 Arbeitslosen (Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, 12.2.15). Jedoch. Was soll das mit der Vollzeitvollbeschäftigung? Ja. Ich bekomme einen durchaus hohen Entschädigungsaufwand. Aber ich komme mir selbst nicht mehr hinterher. Die Wohnung verwahrlost, die Vinger- und Vußnägel ungeschnitten, völlige geistige Verrohung und vehlender sportlicher Ausgleich sind die Volgen. Dies führt einerseits zu erwähnten Vehlhaltungen und Beschwerden, aber auch zum Versiegen jeglicher prosaischer oder gar lyrischer Quellen. Was bitte soll ich der geneigten Leserschaft berichten? „Auf den Bildschirm gestarrt. Meine Arbeit getan.“ Nota bene: ich mache meine Arbeit wirklich gern. Aber bitte kürzer, wenn schneller schon nicht geht. Der Unterschied zwischen 6,5 und 7, 8 h täglich ist entscheidend. Und das wusste doch schon irgendein alter Vilosoph, der täglich 6 h für die tägliche Brotarbeit als völlig ausreichend einstufte. Ich hab vergessen, wer das war. Aber er sprach wahr.
Was resultiert aus der vehlenden Inspiration? Verzweifelt sich abwendende Leser_innen einerseits, vrustrierte Schriftstellerin andererseits. Das war weiß Gott anders vorgesehen! Sammelt FrauFreitag doch heimlich größere Geschichten, diese IRGENDWANN zu schreiben…es besteht hier dringender Nachbesserungsbedarf. Vielleicht sollte ich täglich um 4 h aufstehen? Dann bliebe mir etwas mehr Zeit. Und hat Frau Rohling nicht auch so ihre Bücher geschrieben? Übermüdet neben dem Herd in der Asche kauernd? Meine rotgeränderten Augen raten von solchen Plänen ab.

Damit nicht genug.
Morgen heißt es wieder: Vortbildung. Heißt es wieder: Saarlouis. heißt es wieder: Vahrerei. Nota bene: Ich bilde mich sehr gerne, auch vort. Aber die Vorstellung des bleiernen Himmels über Saarstahlkondenswolken reißt mich heute in die Tiefe, ich muss an Gandalfs Vall in den Minen von Moria denken.

Was die Sache nicht besser macht, und hier vergraule ich nun auch den/die letzte_n Leser_in:
Vassnacht. Wo man hinschaut: Narretei. Ich gehe arglos zum Bäcker und die Verkäuferinnen sind grotesk geschminkt und lustig verkleidet. Wenn ich das filmen müsste, würde ich so schön entsättigte Farben wählen wie Andersson in „Eine Taube….“
Was wäre das für ein Kunstwerk! Statt dessen reiße ich die Deckung hoch (Körpergedächtnis) und kaufe eine Vahrkarte. In die Hauptstadt. Hierher komme ich erst wieder zurück, wenn die Gass gekehrt ist. Und dann hoffentlich ausgeschlaven…

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