Kategorie-Archiv: Genörgel und Gejammer

Vielvältiges Gevluche

SA 7.43
SU 17.39
2 Bft aus Süd

Liebe Leser, heute wirds vielfältig. Vielfältig maulig.

Ich weiß nicht warum, aber nach vier Stunden Schlaf fühlt FrauFreitag sich heute vrüh wie ein rohes Ei.  Das wäre nicht nötig gewesen.
Der Wecker geht um 6 und Kind3 muss zur Schule, da gibts kein Vertun. Vrühstück im Koma, das kennen wir alle. Um 7 muss Kind3 ausm Haus. Aus kosmetischen Gründen müssen um 6.45 noch Haare gewaschen werden. Klar. Allzeit gepflegtes Äußeres. Jedoch nasse Haare, latente Halsschmerzen und draußen 1°C – wir verfallen rasch in ein Mutter-Tochter-Theaterstück, bei dem Vöhn, Zeitmanagement und Wollmütze vs. Vrisur zentrale Diskussionspunkte darstellen. Ich erringe natürlich den Sieg, weiß aber, dass spätestens an der nächsten Ecke…“mach die Jacke zu!“, rufe ich noch hinterher. Kind3 nach links ab.

Sich am Kinde ein Beispiel nehmend, begibt sich alsdann FrauFreitag selbst ins Badezimmer. Erstmal heißes Wasser, bitte. Die Vacettengelenke beschweren sich seit Tagen über übermäßiges Sitzen. [Die heißen Facettengelenke und was die Künstlerin hier sagen will ist : Rückenschmerzen, arge]
Was soll ich sagen? Es führt mich zum nächsten Thema. Warum sitzt FrauFreitag so viel? Kennen wir sie nicht als vröhlichen kleinen Virbelvind, neurasthenisch herumrennend, um sich tretend und schlagend? Immer zwei Stufen auf einmal nehmend oder herunterfallend? Und jetzt? Sitzen. 7, 8 h täglich. Man soll nicht klagen bei 3. 032. 000 Arbeitslosen (Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, 12.2.15). Jedoch. Was soll das mit der Vollzeitvollbeschäftigung? Ja. Ich bekomme einen durchaus hohen Entschädigungsaufwand. Aber ich komme mir selbst nicht mehr hinterher. Die Wohnung verwahrlost, die Vinger- und Vußnägel ungeschnitten, völlige geistige Verrohung und vehlender sportlicher Ausgleich sind die Volgen. Dies führt einerseits zu erwähnten Vehlhaltungen und Beschwerden, aber auch zum Versiegen jeglicher prosaischer oder gar lyrischer Quellen. Was bitte soll ich der geneigten Leserschaft berichten? „Auf den Bildschirm gestarrt. Meine Arbeit getan.“ Nota bene: ich mache meine Arbeit wirklich gern. Aber bitte kürzer, wenn schneller schon nicht geht. Der Unterschied zwischen 6,5 und 7, 8 h täglich ist entscheidend. Und das wusste doch schon irgendein alter Vilosoph, der täglich 6 h für die tägliche Brotarbeit als völlig ausreichend einstufte. Ich hab vergessen, wer das war. Aber er sprach wahr.
Was resultiert aus der vehlenden Inspiration? Verzweifelt sich abwendende Leser_innen einerseits, vrustrierte Schriftstellerin andererseits. Das war weiß Gott anders vorgesehen! Sammelt FrauFreitag doch heimlich größere Geschichten, diese IRGENDWANN zu schreiben…es besteht hier dringender Nachbesserungsbedarf. Vielleicht sollte ich täglich um 4 h aufstehen? Dann bliebe mir etwas mehr Zeit. Und hat Frau Rohling nicht auch so ihre Bücher geschrieben? Übermüdet neben dem Herd in der Asche kauernd? Meine rotgeränderten Augen raten von solchen Plänen ab.

Damit nicht genug.
Morgen heißt es wieder: Vortbildung. Heißt es wieder: Saarlouis. heißt es wieder: Vahrerei. Nota bene: Ich bilde mich sehr gerne, auch vort. Aber die Vorstellung des bleiernen Himmels über Saarstahlkondenswolken reißt mich heute in die Tiefe, ich muss an Gandalfs Vall in den Minen von Moria denken.

Was die Sache nicht besser macht, und hier vergraule ich nun auch den/die letzte_n Leser_in:
Vassnacht. Wo man hinschaut: Narretei. Ich gehe arglos zum Bäcker und die Verkäuferinnen sind grotesk geschminkt und lustig verkleidet. Wenn ich das filmen müsste, würde ich so schön entsättigte Farben wählen wie Andersson in „Eine Taube….“
Was wäre das für ein Kunstwerk! Statt dessen reiße ich die Deckung hoch (Körpergedächtnis) und kaufe eine Vahrkarte. In die Hauptstadt. Hierher komme ich erst wieder zurück, wenn die Gass gekehrt ist. Und dann hoffentlich ausgeschlaven…

The End of Million-Dollar Baby

SA 7.27
SU 19.06
1 Bft aus Nordwest

Nach grauenvoll wacher und schlecht verträumter Nacht mit Hund und Rad an die Teiche, Sonnenaufgang gucken. Wir erinnern uns. Knöchel kaputt, Rad geht, vorsichtig auf- und abspringen, dann kommt man mal raus. Und raus muss FrauFreitag, vor allem wenns was zu verdauen gibt. Ein Bild meines Knöchels hab ich gestern an Trainer E.  geschickt, alle Farben von fast schwarz bis hellgelb. Eine Minute später ruft er an. Das ist neu. Wir haben noch nie telefoniert. Nach kurzer Einleitung kommen wir zum Punkt. ICH hatte ja (5 Sekunden) überlegt, ganz mit der Kickboxerei aufzuhören. Er sagt jetzt, er würde es nicht mehr mit mir machen.

ZERBRECHLICH

Also kein Sparring mehr. Sonst schon noch. Aber eben keine Spaßkämpfchen .
Das Ende einer Karriere. Ersatzbank. Geriatrische Abteilung. FrauFreitag, fernsehend, Chips essend.
Erstaunlich, wie man mit einer absolut vernünftigen und nachvollziehbaren Entscheidung hadern kann. Alles logisch. Aber ich fasse es nicht.

Also raus und das war auch sehr gut so, denn an den Teichen komme ich auf eine wirklich tolle Geschichte, die ich hoffentlich nachher schreibe, wenn ich vom Arzt zurück bin…

2 Stunden später, was hat der Arzt gesagt?
WEITERMACHEN! In 2 Wochen. Auf Ärzte muss man auch mal hören…

„Gehstützen“ die-äh- 7.?

Und wieder macht es Käptn Ahab-Geräusche, wenn FrauFreitag sich an Deck nähert. Meist allerdings liegt sie noch und kühlt. So lautet der Auftrag. Schonen, hochlagern, kühlen.
Was los ist, möchtet ihr wissen?
Knöchel 90°. Am Boden wälzen, Sternchen sehen, das Übliche.
Dabei war gestern das erste Training wieder mit allem. Morgen wollte ich laufen gehen. Alles sollte wieder gut sein. Stattdessen Nacht voller Schmerz, dann musste ich meine persönliche sozialpädagogische Betreuerin anrufen, wg. Fahrdiensten und Türen aufhalten.

Jemand vom Fach hat vor Jahren mal zu mir gesagt, so ein Trauma käme immer, wenn jemand aus den Verkehr gezogen werden müsse. Ich möchte das hinterfragen. Der Verkehr wird ja nur erschwert und verkompliziert. Zum Beispiel eine Notdurft verrichten. Oder eine Tasse Tee von A nach B transportieren, ohne sich zu verbrühen, was ja alles immer noch komplizierter macht. Also gut. Sehen wir mal die positiven Aspekte. Eine Woche krankgeschrieben. Draußen schönes Wetter. Die Socken, die ich für die Kinder stricke, werden vor April fertig werden können. Bücher lesen. Downton Abbey schauen. Kleine Geschenke, Grußkarten, Apfelsinen und Staatl. Fachinger nehme ich gerne auf meinem Landsitz entgegen. Thank you.

Fragmente

SA 6.59
SU 19.45
2 Bft aus Nord
Fluglärm immer noch entnervend

Klare Gedanken vermag die gute FrauFreitag derzeit nicht  zu fassen. Und Geschichten verfangen sich keine in den ausgelegten Fallen, nur hier eine Spur und da ein paar Fussel. Die winzig kleinen Dinger, die manchmal in der Reuse sind, werfe ich direkt ins Wasser zurück.
Das gabs vor vielen Jahren schon mal, die Welt fragmentierte. „Der Körper in Stücken“ hieß die Ausstellung in Frankfurt, wo viel Rodin zu sehen war.
http://photos1.blogger.com/blogger/4986/984/1600/Rodin-The-Cathedral.jpg

Meine eigene große Überschrift derzeit war Rilke.
http://www.musee-rodin.fr/sites/musee/files/styles/mav_326x122_retina/public/vue_perso/rilke_et_rodin_ph16496.jpg?itok=qEfMHtxC-hier mit Rodin.
Komisch. Mit dem kann ich heute gar nicht mehr so gut. Andere werden vom langen Liegen nur besser, wir haben das unlängst beim Wa-ha-ndern besprochen. Frisch zum Beispiel. Dostojewski.
Also Fragmentarisches. Davon aber jede Menge.
Ist es vielleicht ein Puzzle? Aber so ohne Idee rumzupuzzlen ist auch nicht eben einfach. Viele Teilchen in sehr verschiedenen Farben, ich weiß gar nicht, wie daraus ein Ganzes entstehen soll. Werde wohl alles noch etwas drehen und wenden müssen und huch, während ich das mache, merke ich, dass (natürlich!) alles auch noch zwei Seiten hat. Das schafft zusätzliche Möglichkeiten. So schaffe ich immer mal 2, 3 Teilchen zusammenzufrikkeln, da wirft mir das Leben schon wieder 5 neue hin.

Am liebsten würde ich gerade mal anhalten. Müsste mal Meer sehen. In Berlin?
http://youtu.be/Cz2wI8g-fjA

Oder, eher klassisch – für manche auch unerträglich.
http://youtu.be/fztkUuunI7g

Am besten immer abwechselnd.

Eine unwichtige Nebensache möchte ich an dieser Stelle öffentlich machen und zur Diskussion stellen:
Aus Eitelkeit und zu statistischen Zwecken hab ich mir vor einigen Wochen ein Plugin geladen, und wenn mir jemand vor sagen wir 6 Monaten gesagt hätte, dass ich je einen solchen Satz schreiben würde, dann hätte ich verächtlich gelacht und ausgespien und gefragt „Wasollndassein?“.
Jetzt aber weiß ich das und lade das und es heißt NewStat, was ich sauwitzig finde, weil die neue Reihe ja auch NeuStadt heißt. Zurück zum Text. Damit spioniere ich meine Leser aus. Wann, wer, wo , was wie oft, wie lange. Interessant. Sagt mir einfach eure IP und ich sage euch…
Eine Adresse tut sich dabei besonders hervor. Schon schön, aber eines verwundert mich doch sehr. Ich kenne nämlich niemanden in den USA. Und da sitzt dieser Jemand. Erstaunlich. Und der liest auch nicht. Der öffnet immer nur für wenige Sekunden die Seite. Hm. Was meint ihr? Ob der von der MSÄ (Name geändert) ist? Aber- ich hab doch nur ganz selten über Bolschewismus, Terror, Antikapitalismus u.ä. geschrieben. Zu selten eigentlich. Und rufe nur ganz manchmal auf, Mitglied zu werden im Asozialen Netzwerk…

http://die-kaenguru-chroniken.wikia.com/wiki/Das_Asoziale_Netzwerk

Rätselhaft. Ich hoffe, jemand kann mir das erklären. It frightens me.

Sonst. Muskelkater zwischen den Schulterblättern. Schöne Spaziergänge und Fahrten in herbstlichen Farben.
Viel Verwirrendes. Hamburg. Eine Stadt, ein Seufzer. Küchentischgespräche an verschiedenen Orten. Kastanien in den Taschen, neu, glatt und kühl. Wieder mal Kerb in Sauheim.  Wie Wachstumsstriche an Türrahmen. Schlendere kurz mit den Kindern da lang…letztes Jahr…davor…vor fünf…zehn…fünfzehn…Jahren. Die Baby-Karussells immer noch gut besetzt, aber von andren. Halli Galli, das einzige, was sie heute fahren können, ohne das Gesicht zu verlieren. Autoscooter. Weinstände. Hier und da Hallo sagen. Das Dorf als Sehnsuchtsort, war letzte Woche taz-Thema. Also ich bin schon froh um mein duales Leben. Und wenn ich in der Stadt mal Trübsal blase, dann bitte immer an Dorffeste denken. Das ist schon-speziell. Was noch? Blumenzwiebeln gekauft und geschaut, ob mein liebster Wintermantel von Motten gegessen wurde (Slava bogu, nein!), Tasche für die nächste Reise vorbreitet, Pflaumenkuchen in großer Menge hergestellt und gemeinsam verzehrt. Jetzt kommt die Jugend der Welt zum Dorffest (Udenheim, Schornsheim, und aus dem hessischen Odenwald), dann ziehen alle in ihren peer-groups los, das Dorf verunsichern. Cool. Dann muss ich das wenigstens nicht selber machen…und kann laufen gehen…und weiter puzzlen…

FrauFreitag redet lieber dummes Zeug, als endlich an die Arbeit zu gehen.

SA 6.44
SU 20.07
3 Bft aus Nordost

Die Welt ist so verrückt, dass man darüber ganz grauhaarig werden kann. Oder albern.
Gestern, das war nur ein winziger Aspekt, habe ich einen Herrn gesehen, der seinen Stadt-Rauhhaardackel an der Leine ausführte. Nicht besonders witzig? Doch, wenn direkt hinter ihm eine spanische Mama läuft, die ihren Filius (2 Jahre geschätzt) an einer ebensolchen Leine ausführt (und zwar so, dass der Filius auf dem Radweg gehen muss…), der (Filius) dann auf den Dackel zeigt, und ein spanisches „Wauwau“ artikuliert. Im Radio hatte ich gerade einen Bericht gehört, dass mexikanische Mamas ihre Kinder jetzt zu 50% an der Leine ausführen.
Nicht werten. Nicht drüber nachdenken. Ich krieg sonst das chronische Kopfschütteln.
In der Arbeit ist auch alles seltsam. Ein bisschen so, als ob Leute mit Zahnstein zum Orthopäden gingen. Und ich wäre der Orthopäde. Nur ohne dessen Monatseinkommen.

Der physiotherapeutische Traum geht jetzt in Urlaub (3 Wochen), natürlich ohne dass ich was gesagt hätte. Ich habe nur alle meine Termine abgesagt, um wenigstens einen NACH seinem Urlaub, zum Abschied, zu haben. Seufz. Er hat mir von seiner „kranken Frau“ erzählt. Ich sehe sie sofort hohläugig hinter ihm stehen. Und ich soll an dem Mann rumzerren? Ihrer einzigen Stütze? Mal davon abgesehen, dass er mich nicht encouragiert hat…Also verflixt nochmal. Mir bleiben nur regelmäßige Verletzungen, eine besondere Art des Borderleinerei. Nicht witzig. Blöd. Ich höre, wie er mit seiner Stimme „ja, saublöd“ sagt. Völlig richtig.

Unbändige Lust zu rauchen. Theoretisch.

Das schlimme ist, dass man zu nichts kommt. Jetzt mal im Ernst. Wie auf Hooge. Eine einzige Rennerei. Definitiv verbringe ich täglich zu viele Stunden mit Lohnerwerb. Womit ich, glaube ich, gar nicht ganz allein bin. Dabei müsste ich endlich mal meine neue Schreibblockreihe beginnen…einfach anfangen…jetzt, gleich…

Avancen

Eigentlich v. A. für Frau Fö., die sonst nicht weiß, wann se aufstehen soll…

SA 6.28
SU 20.30
2 Bft aus West

Also, ich habs eben Frau Fö. versprochen, eigentlich weiß ich gar nichts…bin durcheinander.
Wieso?
Undeinmal gabs eine Zeit im FrauFreitag-Leben, da kamen immer viele Jungs zu Besuch. War aber auch ne tolle Wohnung! Trotzdem, obwohl damals (1988-90) noch jung, unbebrillt und langhaarig, fand ich das manchmal auch schwierig. Nicht immer. Manche waren mehr als willkommen. Aber bitte.
Da war z.B. „der Mann, der aus dem Bus stieg“, aus dem letzten Bus lustigerweise, um dann nochmal bei mir zu klingeln. Schlauer Plan, aber leider ohne die Wirtin gemacht. Eine ungemütliche Zeit bis morgens halb 5 am Küchentisch war sein Lohn. Überhaupt, „Mann“ hier bitte in doppelten Anführungsstrichen.

Unvergessen auch der Kollege ausm Russisch-Kurs. Der mit der Reibeisenstimme. Ich streiche mein Boudoir, das mit den legendären roten Vorhängen, er kommt spontan zu Besuch. Während ich, ich weiß noch genau welche Ecke strich, auf der Leiter wohlgemerkt, Altbau, 3,80 m hoch, sagt der den Satz „Und wann weihen wir das dann ein?“ Tschto? (russ. Was?) Mutig, aber komplett abwegig-fand ich.
Und andere. Manchmal auch gar nicht mehr lustig.
Man sagt ja, Geschichte immer zweimal, einmal als Tragödie und einmal als Farce…(M.-U. Kling)
Was was ist, kann man sich aussuchen.
Hätte jedenfalls nicht gedacht…und warum alle gleichzeitig? Will ich das? Hab ich zu laut über Unsichtbarkeit gejammert? Soll ich einen Abzählreim anwenden und wenn ja welchen und was ist dann mit dem, der übrig ist?
Ich will das hier wirklich nicht im Einzelnen…, das gehört sich nicht. Aber wenn jetzt noch einer finden sollte, dass ich irgendwie … (hier ein beliebiges, dehnbares, positives Adjektiv einsetzen) sei, dann kriegt FrauFreitag nen hysterischen Kicheranfall. Man soll ja sowieso immer das sein, was andere suchen. Bin ich aber nicht. Grundsätzlich schon mal nicht.
Ich muss nachdenken. Über physikalische Probleme oder Etymologien oder so. Tststs.

Tse-tse-tse

Und einmal hat FrauFreitag freitags früh abends zum Bügeln Sport im Fernsehen angeschaut. Allein dies normal scheinende Szenario ist schon so bizarr wie nur vorstellbar. Am Ende noch Lockenwickler!
Muss erstmal in’n Keller an meinen persönlichen Sandsack. DAS IST JA UNBESCHREIBLICH, welch sexistisch-rassistisch-chauvinistische Kackscheiße da von diesen Grillexperten gelabert wird, wie denen ungefiltert Müll ausm Mund läuft, ich könnt mich aufregen. Natürlich schau ich das als alte Sporthasserin nur wegen der Zeiten und der Technik…und nicht wegen der schweißigen Muskeln. ABER ICH RED NICHT IM FERNSEHEN! Was lernen die denn eigentlich? Wo sind die Sportreporter von früher vor übergroßen Mikrophonen mit ph, die mit Tenorstimmen sauber formulierte und artikulierte Sätze sagen? Nee. Hagen Rether hats schon gesagt. Was reg ich mich auf? Selbst Schuld, wer fernsieht. Jetzt weiß ichs wieder. Schluss, aus, Endä.

SA 6.16
SU 20.46
2 Bft aus SW

Das Tief hält an. Leere innen und mäßig lustiger Slapstick außen. Sollte mal paar Tage das Maul halten, so wie diese selbsternannten Sportreporter.
Ganz OK war allerdings heute meine Sprudel-Performanz im überfüllten Wartezimmer einer orthopädischen Praxis. Wo ich mit Kind2 war („freier Vormittag“). Also alle Plätze im Wartezimmertheater besetzt. Ich stehe zentral, vorm Kind, und biete ihm, weil ich Durst habe, Sprudel an. Hab Becher dabei, weil Pubertistinnen sich ekeln, mit Mutti aus einer Flasche zu trinken. Is so. Öffne die Flasche, die fröhlich explosiv abspritzt. Und um den Schaden zu minimieren (Passanten), presse ich die Quelle an meinen Busen. Ernte spontanen Applaus und verbeuge mich mit Kratzfuß. Wische das Wartezimmer und bin trocken, als wir nur etwa eine Stunde später dran sind. Das war ganz erfrischend. Sonst? Nüx.
Achdoch. Die Metzgerei hier vorn an der Ecke hat geschlossen, für immer. Ich phantasiere, was man mit dem Ladenlokal anfangen könnte. Café „Zur Vleischwurst“? Sohn meint, die Jugend Rheinhessens käme an diese Pilgerstätte zur Wallfahrt. Macht wer mit?
Ich schau jetzt weiter Leichtathletik. Ohne Ton. Soll ich James Brown dazu hören?

Grusz aus dem Sommerloch

in dem es finster und öde ist, die Stimmen der Beraterinnen werden als dumpfes Echo von den Wänden zurückgeworfen, draußen brauen sich Gewitter zusammen und nur der DHL Bote klingelt, hat sich aber im Stockwerk vertan. Warte eine Minute Herr Postmann!

SA 6.15
SU 20.48
2-3 Bft aus SW

Kollegin Frau Z. hat unter Aufbietung aller Kräfte und einer ungeheuren Anspannung ihres eisernen Willens alle alten Ordner geleert und sortiert, FrauFreitag ist eine Liason mit dem Reißwolf eingegangen und hat alle sensiblen Daten nach intensiver Lektüre geschreddert. Eine Bewerbung beim Geheimdienst vielleicht? Irgendwann ist aber auch das getan und die Stille des Telefons brüllt uns an. Frau Z. ist nahe daran, auch unsere aktuellen Arbeitsgrundlagenakten zu vernichten, ich falle ihr in den Arm, ein Gerangel entspinnt sich. Wenige Stunden später denken wir, nervlich zerrüttet, über Klagelieder nach, chorisch dargeboten. Ich bin unbedingt für griechische Masken und Umhänge. Irgendwann verliert auch das Internet seine Attraktivität. Ich fühle immer mehr, ich würde gerne richtige Arbeit, ein TAGWERK verrichten. Mein Gehirn fühlt sich wie folgt an: Man nehme zwei olle Waschlappen und ziehe sie durch brackiges Wasser. Zu zwei Klumpen formen. An einem ungelüfteten Ort trocknen lassen, ein kleiner grüner Pelz macht nichts. Mit einem brüchigen Faden verbinden (corpus callosum, wichtig). Zwei Mandeln in irgendwelche Falten quetschen (Amygdalae, dto.) Fertig.
Endlich ist ZEIT und FrauFreitag geht.
Wohin? Nach Hause? Nein, zur Physiotherapie. Ph-, wie Ph-ysiotherapie. Setze den verheirateten Herrn als erstes darüber in Kenntnis, dass ich SCHLECHT GELAUNT bin. Nur falls er sich über vibrations oder Muskeltonus wundern sollte. Er ist aber auch schlecht gelaunt, sagt er, und fängt an, über ein Buch zu reden, das ich zu meinen liebsten zählen würde, egal jetzt welches, ich weiche jedenfalls auf. -Scheiße, ich bin aber auch immer wieder mit dem gleichen primitiven Mist zu ködern. In einem Akt der Selbstanalyse habe ich erst unlängst erarbeitet, dass Männer sich meist über mein literarisches Zentrum in mein Herz und Hirn arbeiten. Ganz schlimm sind Vorleser. Ich hab jetzt immer Ohrenstöpsel an oder höre laut gangsta-rap via Kopfhörer.-
Und jetzt dieser avisuelle Kerl, der mir über Hörbücher referiert, oder „seine Frau liest ihm vor“. Strecke der Massagebank die Zunge raus und ziehe Fratzen, ohne dabei die Bewegung im Bein spürbar zu machen, hoffe ich. Werde also weich. Dabei hatte ich beschlossen, einen irreparablen Krampf zu haben. Statt dessen beginnt die Wade vor Schmerz zu lächeln, wird immer geschmeidiger, und bald lächelt das ganze Kind. Ungewollt glücklich gemacht gehe ich heim. Was mich auch schon wieder ärgert. Es ist aber auch kompliziert.
Stapfe wütend zum Training (muss an den netten Kinderbuch Titel „Die kleine Motzkuh“ denken und auf der Metaebene grinsen), wo mir der Chef mit seiner Art tierisch aufn Zeiger geht…aber ich bin nicht so durchgeknallt, dass ich rabiat werde…ein böser Blick tuts, für den Rest sind ja Boxsäcke erfunden worden, von einem gnädigen Gott, wie ich meine. Und wir sind aufgefordert, diese zu nutzen. Mit Vergnügen.

Hatte ich eigentlich erwähnt, wie es heute früh angefangen hat?
Ich tappe die Treppen zur Arbeit hoch und irgendwie passt der Schlüssel nicht. Stocher, probier. Ist aber der richtige, sagt die Kontrolle. Und das Poster an der Tür? Ist wohl neu…ähm.
Bin im 4. Stock. Ich arbeite aber im 3.
Lachhaft.
Witzig? Nein. Nicht witzig.

Freu mich auf morgen. Da hab ich frei.

#Physiotherapie, besser Krankengymnastik…

SA 6.01 (!)
SU 21.03
2-3 Bft aus NW

Räusper.

Es waren nur noch 109 Schritte hin.
Bin doch die Treppen hoch, 5 Stock.
Dann hab ich wenigstens n Grund, außer Atem zu sein.
Und da isser auch schon.

Ich schalte auf Autopilot, geht. Verhalte mich (glaub ich jedenfalls) unauffällig.
Er ist wieder so wie beim letzten Mal. Ein faszinierendes Konglomerat aus fast zu cool, sportlich, aggressiv-sensibel und „sympathisch“ – mitfühlend.
Also aufpassen, was so ein Bein alles verrät, dabei aber immer locker bleiben. Geht auch.
Stimmung ist gut, wir unterhalten uns prächtig, ohne dabei auf dummes Plauderniveau abzusinken. Läuft alles super.
Er lacht sogar laut und erzählt mir Geschichten, die ich hier nur aus Datenschutzgründen nicht veröffentliche. Gut genug wären sie. Kann ich ihm ja mal sagen, beim nächsten Mal…ich schiele schon fast, so entspannt sich mein Bein …
Er erinnert sich immerhin auch noch an mich und weiß noch, wo wir uns das letzte Mal gesehen haben. Und worüber wir gesprochen haben. Sehr schön. So erzählt er und ich höre zu und kommentiere ab und an pointiert.

„…mit meiner Frau…“

Gut, dass er nicht sieht, wie ich die Augen verdrehe…ich kommentiere nicht, hole auch nicht zum Kick aus, locker bleiben. War ja eh klar, dass so ein Funkelsteinchen nicht unentdeckt bleibt über 45 Jahre.
Die Gattin wird fürderhin noch zweimal erwähnt, sie hat eine unbedeutende Nebenrolle in der erzählten Geschichte. Ich schreie nicht: „Erzählen Sie mir keine Scheißgeschichten von Ihrer Gattin, die interessiert mich NULL!“ und bin wahnsinnig stolz auf meine gut funktionierende Impulskontrolle. Hab ich aber auch lange trainiert und das klappt auch nicht immer.

so sah der aus, der Lada…

Dann bekomme ich Hausübungen auf. Die sind aber schwierig diesmal! Ich probiere aus und sage -fast schon allegorisch -„und wenn das nicht gleich klappt, dann soll ich wahrscheinlich nicht traurig werden und es tapfer weiterversuchen, oder?“ und er antwortet – ebenso allegorisch „genau, nicht aufgeben und beim nächsten Mal berichten. Ich bin gespannt. WIR schaffen das schon.“
Tun wir das?
Wie sagte damals schon Dr. Brinkmann (sic), der LADA-Automechaniker mit der tollen Werkstatt nebst Doktortitel- schon allein er war ein Grund, LADA zu fahren-als ich 1992 auf der roten Motorhaube unseres Wagens mit „hoher Geschwindigkeit“ , so in der Gebrauchsanleitung) saß, die Stirn runzelte..also wie sagte Dr. Brinkmann, als ich irgendetwas anzweifelte, auf der Motorhaube sitzend:
„Schau einer an! Eine Skeptikerin!“
Saubere Diagnose. Ich glaube, der war Doktor der Philosophie…

Die Lyrikambulanz

ist nicht von mir, sondern am Sonntag ab 18h in Gustavsburg. Ich will mal hingegen und schauen, was die mir verordnen. Das hab ich aber auch nötig, bin ich doch selbst selbstlos im Einsatz auf der Satzbaustelle.

Aus irgendeinem, mir nicht ersichtlichen Grund (Germanistikstudium??),  bin ich nämlich plötzlich anerkannte Fachärztin für Satz – und Textheilkunde.  Was sich so lapidar anhört, ist manchmal wirklich harte Arbeit!

Häufig ist es ja nur ein Check-up. Text abhören, Bindehaut anschauen, Ohren und Hals. Wenn keine weiteren Beschwerden bestehen und der Inhalt einleuchtet: Der Nächste bitte.
Aber manchmal ist es auch schlimmer. Da werden mir Sachen auf den Tisch gelegt, dass man fragen möchte:
„Warum sind Sie denn nicht schon viel früher gekommen“ oder „Wie ist das denn passiert?“ Dann muss man Teile aneinandernähen, totes Material amputieren, Entzündungen behandeln, Gesamtsysteme durchschauen und orthopädisch korrigieren… Und viel später, nach getaner Arbeit wischt man sich die blutigen Hände am Kittel ab und fragt sich, wie man eigentlich in diese Situation gekommen ist. Raucht mitm Kopf im Nacken, nachts aufm Krankenhausbalkon im blasssen Schein einer Laterne, innen das Krankenhau-Neonlicht, die Nachtschwester nickt einem zu. Erschöpfung in den Augen. Irgendwo fährt der erste Bus .
Andererseits ist es ja immer ein befriedigendes Gefühl, wenn man so einen schlimmen Fall zusammengeflickt hat und er am Ende genesen ist. Mit Narben vielleicht, aber ok. Ach ja, mein Leben als Ärztin…

SA 5.54
SU 21.11
1-2 Bft aus NW

Heute war ich wirklich müde nach der Arbeit. Darum bin ich noch mal in die Zeitwerkstatt zum Uhrmachermeister gegangen. Dort wars genau wie neulich, auch die gleiche Besetzung. Eine Zeitschleife? Der Kollege für Uhrenheilkunde hat mein schönes Stück eröffnet und eine OP am offenen Werk durchgeführt. Ich stand mit angehaltenem Atem daneben. Jetzt geht sie. Richtig. Ist vielleicht doch besser, als so zu rasen. Auch wegen des Schlaganfallrisikos.
Und zur Belohnung nach all den Unbilden des Lebens ist FrauFreitag dann, als Höhepunkt des Tages und sich selbst ein Geschenk machend, erstmals seit 23 Tagen wieder zum Training marschiert. Plan: schön vorsichtig sein!
Und?
Ich war schön vorsichtig, vor allem aber auch ausm Training, also schlapp und schwach. Statt Seilspringen auf son komisches Rumstehfahrrad. Gut, warm wird einem da auch. Keine Kicks, nur ein paar zarte, angedeutete Knie.  Sonst nur Faustkampf.
Ach, hat das viel Spaß gemacht. Es ist zwar ein wenig beengend, immer aufzupassen, dass man ja keine unbedachte Bewegung macht. Dient aber sicher der Impulskontrolle oder so. Jedenfalls bin ich jetzt sehr zufrieden, sehr gechillt in den Armen und um etliche Aggressionen ärmer. Dann kann ich morgen sicher meinen anstrengenden Dienst in der Klinik mit neuer Energie versehen. Hoffentlich kongruieren die Verben dann grammatisch mit den Subjekten…

Und einfach nur so, weils so schön kongruiert, hier aus der lyrischen Hausapotheke ein UUort zur Nacht:

Der Zipferlake

Verdaustig wars, und glasse Wieben
rotterten gorkicht im Gemank.
Gar elump war der Pluckerwank,
und die gabben Schweisel frieben.

„Hab acht vorm Zipferlak, mein Kind!
Sein Maul ist beiß, sein Griff ist bohr.
Vorm Fliegelflagel sieh dich vor,
dem mampfen Schnatterrind.“

Er zückt sein scharfgebifftes Schwert,
den Feind zu futzen ohne Saum,
und lehnt sich an den Dudelbaum
und stand da lang in sich gekehrt.

In sich gekeimt, so stand er hier,
da kam verschnoff der Zipferlak
mit Flammenlefze angewackt
und gurgt in seiner Gier.

Mit Eins! und Zwei! und bis auf’s Bein!
Die biffe Klinge ritscheropf!
Trennt er vom Hals den toten Kopf,
und wichernd sprengt er heim.

„Vom Zipferlak hast uns befreit?
Komm an mein Herz, aromer Sohn!
Oh, blumer Tag! Oh, schlusse Fron!“
So kröpfte er vor Freud.

Verdaustig wars, und glasse Wieben
rotterten gorkicht im Gemank.
Gar elump war der Pluckerwank,
und die gabben Schweisel frieben.

Lewis Carroll, aus „Alice hinter den Spiegeln“,
Übersetzung: Christian Enzensberger

Im Südwesten Gewitterneigung

SA 5.50
SU 21.15
2 Bft aus Nord

FrauFreitag ist wieder da. Ende mit Apfelduft. Jetzt wieder no Sex in the City.
Schön wars in Bullerbü. Die alten Platten aus den 50er Jahren haben wir in archäologischer Feinarbeit (und manchmal auch in grober Wut) vom Balkon abgeschlagen. Sind fast alle noch gut, kann man noch benutzen. Eier sind eingesammelt. Mehr Apfelmus gekocht. Das kranke Pferd verarztet. Hoffentlich wird alles wieder gut. So eine kaputte Hornhaut ist schon gruselig…
Nur die Straße vorm Haus müssen wir noch sprengen. Und die Puten aus der Mastanstalt nebenan befreien. Dann alles runterbrennen. Ich freu mich schon auf diesen Guerillaangriff. Ich kaufe mir einen Ninja-Anzug und los gehts! Dann ist das Idyll perfekt.

Heimfahrt ok. Highlight das dicke Kind mit Pferdeschwanz hinter mir. Ich dreh mich um, herauszufinden was da so stinkt und schmatzt: es isst eine Packung Billig-Putensalami direkt aus der Packung. Komplett. Leer. Und ganz ohne Brot. Wahrscheinlich Low-Carb-Diät. Ich weiß nicht, ob es hinterher die Finger am Sitzpolster abwischt, der Geruch bleibt jedenfalls dem Großraumwagen erhalten. Das ist die Strafe für schwachgewordene Vegetarierinnen. Vorhölle. Also Guerillaangriff. Auf die To-Do-Liste
In Mainz umfängt mich Schwüle wie Gemeinschaftsbadedunst in einer Jugendherberge. Röchel.
Manche Dinge werden mir von Tag zu Tag klarer. Ich muss hier über kurz oder lang weg. Oder konsequent in die Sommerfrische.
Kühlungsborn klingt schön. Hat jemand ein Haus da und möchte mich und meine Brut einladen? Oder hat jemand Bekannte? Ich sortiere auch gerne Bibliotheken dafür oder mähe den Rasen.

Mein Schwager hatte mich nach Plänen gefragt. Also:
1. raus aus dem Prekariat
2. raus hier

Das alles muss aber gut geplant und vorbereitet sein. Ich arbeite daran.

#Physiotherapie.
Heute ein Anderer. Ich bleibe kühl, kein Gefühl (außer natürlich der Schmerzen, die er mir bereitet). Und klar, ich mache brav meine Dehnübungen. Sowieso.
Nein Nein, es liegt schon an diesem einen Speziellen. Ich höre seinen Vornamen bei Gesprächen des Praxisteams. Aha, merken! Gemerkt! Noch eine Woche…
Plan: ich lass mir ein weiteres Rezept geben. Das macht der Arzt meines Vertrauens. Und es tut ja auch noch weh, Himmel nochmal. Das ist langwierig…
Muss Zeit gewinnen. Dann werde ich all die Vorschläge, die zahlreiche Leser_innen eingesandt haben, beherzigen.
Habt Geduld!
Wie
FrauFreitag

Preuszens Gloria oder Tonari no Totoro

Ein ehemaliger Mitbewohner antwortete auf meine Launen unlängst mit dem Rat, Tage zu zählen. Er schlug vor: Hochwassertage, Niedrigwassertage, Edelsteintage.

Letztere sind klar, bei den anderen weiß ich nicht so genau. Ist Hochwasser einfach nur schön? Oder steht einem da das Wasser bis zum Hals? Was ja nicht so gut ist, meines Erachtens. So fühl ich mich heute, immer noch wassertretend. Niedrigwasser? Keine Gefahr oder öde? Watt?

Es kommt immer auf die Perspektive an und ich finde, dass Sprache manchmal nicht konkret genug ist.
(Wenn ich mal kurz abschweifen darf: seit Jahrzehnten fehlen mir im Deutschen  „nachgeordnete Fälle“. Ich möchte  mal kurz und mit wenigen Worten erklären, was ich meine: „Ich sehe…“ ist noch einfach. Es folgt der Akkusativ, Wen-Fall. Wen sehe ich? Transitives Verb. „Ich sehe den Bruder…“ ok, korrekt. Aber jetzt kommts: „Ich sehe den Bruder meines Nachbarn, Totoro.“ Hier hätte ich gerne einen nachgeordneten Genitiv (wessen oder WEMSEIN-Fall, wie man hier in MZ fragt) Und zwar dem Akkusativ nachgeordnet. Ist noch irgendwer dabei? Beispiel war vielleicht nicht so toll. Wenn mir mal ein besseres einfällt, korrigiere ich an dieser Stelle.)

Also gut, ich zähle Tage, mache heimliche Strichlisten, korrigiere, radiere und habe dabei das komische Gefühl, dass meine Tage gezählt sein könnten. Mir fiel eben noch spontan die Kategorie „Beratertage“ ein, das war z.B. Dienstag. Die sind soweit ok. Stehen aber im Arbeitszusammenhang. Ferientage. Für meine Kinder ab heute 6 Wochen. Für mich am Montag. Früher hab ich mal von einen preußischen Ordnungstag gehört. Das ist, glaub ich, heute. Ich hab im Betrieb einen akuten Anfall mit Ordnern und Zetteln und To-Do (und v. A. Not-To-Do-) Listen bekommen. Lustig, wenn man es nicht gerade selbst erleben muss.

Wie komm ich eigentlich hierher? Ach ja, Aufräumanfall. Nächste Woche, so denke ich mal wieder, muss alles besser werden, anders, koordinierter, geordneter. Ich bin wohl ein bisschen zwanghaft heute.

Dabei wollte ich eigentlich eine Hommage schreiben an Vysotsky, der sich seit vorgestern wieder ungeniert in meinem Hirn ausbreitet und wie ich glaube ganz und gar nicht zwanghaft war – sonst wäre er vielleicht heute noch bei uns , über japanisches Anime-Kino (heut Abend ist der neue Miyazaki dran und ich freu mich schon)
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(hier mein Nachbar ,Totoro)

oder über Kängurus. Es gibt wirklich viele interessante Themen auf dieser Welt. Aber ich muss jetzt noch ein wenig katalogisieren, sortieren, archivieren  (ich glaube, vor allem mal meinen eigenen Kopf) und nebenbei für mich klären, ob ich das Büro verlasse um am Anleger mein Glück zu suchen…etwas Besseres als den preußischen Ordnungstag finden wir überall…

Hitzebedingter Stream of C.

Ich habe eine Entschuldigung:
es sind 40°C und ab 26° fange ich an, schlechter und schlechter zu funktionieren.
Ich wollte mal was Vernünftiges machen bei dem Wetter: nämlich nix. Schon früh hab ich alles Wesentliche erledigt, das Haus verdunkelt (schon echt toll, Sommer…), Getränke kalt gestellt…da sollte ich mal eben schnell Kind 2 durch Rheinhessen fahren, zu einer Freundin. Mach ich. Ich hab ja ein automatisches Fahrzeug.
Nur Idioten unterwegs. Alle haben nen Sonnenstich. Nach ner Stunde bin ich wieder da. Leg mich ins abgedunkelte Wohnzimmer und denke nach.
Auf tritt Kind 3, das Schauspieltalent (jetzt neu: mit Fanclub!). Ob ich es mal eben zu einer Party durch Rheinhessen fahren könne? Klar. Dabei kann ich ja auch grade Kind 2 wieder abholen…
Stau auf der Spur ins Freibad. Ich sehs mit Schaudern. Zum Glück sind alle beschäftigt und plärren nicht nach Schwimmbadbesuchen…
Endlich zurück im abgedunkelten Haus, auf dem Sofa, denn im EG ists am ehesten auszuhalten. Fühle mich dumpf, irgendwie verstrahlt. Absolviere mit Mühe die Tageszeitung. Denke über einen Blogartikel nach, weiß nix. Schaue mal in Wikipedia nach. Lese den Artikel „Blog“. Frage mich, ob ich nachschauen muss, was ein RSS-Feed ist. Kenntnisse in HTML. Hm. Vielleicht sollte ich Poker lernen?

http://de.wikipedia.org/wiki/Blog

Ich hole den Ventilator. Der soll mir mal unters Kleid pusten.
Komme vom Hölzchen aufs Stöckchen. Da gibt es eine Liste der 100 meistbesuchten Blogs. A-HA. Muss ich, klar, anschauen.

Sehr interessant. Manche kenn ich ein bisschen. Manche scheinen mir richtig gute Zeitungen zu sein! Ich schaff das aber nicht. Ich hab zu viel. Und zu tun. Also scan ich mal drüber.
Manche haben übertrieben geile Namen.
Einer macht mir Angst.
St. Pauli ist auch dabei, soso.
So kann man also seine Zeit auch zubringen. Blögge lesen und schreiben.

Ich merke wie ein Teil meines Ich in Hitze diffundiert. Phantasiere auf Gälisch. Sehe Neufundländische Fischer vor mir. Sie haben rötliche Haare auf ihren Fischerhänden.
Es wäre mir echt mal grade egal, ob ich am Anleger, an Landsende oder bei Westerwaft in die See ginge, Hauptsache sie wäre grade da und ich auch. Mache mir Sorgen um meinen Geisteszusatnd. Schlafe ein, träume keltische Träume und wäre selbt rothaarig in einem windigen Land.

Schrecke wieder hoch. Muss  die Blogwelt erkunden, meine Nachbarn kennenlernen…da stoß ich auf was, was mich RASEND macht.
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Jetzt muss ich SEHR weit ausholen, einen Schwinger ansetzen. Und das soll man ja nicht. Wir sind ja nicht aufm Jahrmarkt, sagt mein Trainer immer.
Also, Was is los? Warum kriegt die Freitag jetzt nen Anfall?
Ssssss. Ist ja meine eigene Schuld. Ich hab mich ja nie getraut.

[mit saudoofer Stimme:]

„och, ich hab ja nichts zu erzählen. Ich erleb ja nichts. Das will ja keiner lesen. Das können andere viel schöner (Thomas Mann, Hertha Müller, Goethe et alt.). ..“
Und!?
Was muss die kulturbolschewistische Beobachterin jetzt sehen?
(Schöne Zeitung wäre das, oder?
DER KULTURBOLSCHEWISTISCHE BEOBACHTER.
Und wehe im DruckSatz wird das R umgedreht!)
Was muss ich sehen? Da gibts son Mutti-Blog. Handelt von allem, was wir , also manche geneigten Leser, kennen. Bis zum Überdruss kennen, zum Abwinken, Durchwinken, Vorhang!
Pipi, wache Nächte, Zahnpasta, Supermarktbesuche mit 2 Jährigen.
Und von Nagellack. Nagellackfarben genaugenommen. Eieiei.

OK. I accept the challenge.

Ich hol noch mal aus.
Als mein Exmann mich gegen eine junge schöne Kleinkünstlerin versuchte auszutauschen“ [diabolisches Lachen], dachte ich über einen Song nach, den ich sie singen lassen wollte. (Zur Not, falls sie nicht freiwillig wollen würde, mit Gewaltandrohung.)
Sie sollte ihn wie folgt anmoderieren: das Libretto des nächsten Stücks ist von der Exfrau von meinem Neuen geschrieben worden. Es trägt den Titel: [Kunstpause]
„Warum ich nicht Künstlerin geworden bin in den letzten 23 Jahren“.
OK, das war eine kindische Idee. Wutgeboren. Aber zeitweise hilfreich. Und am Text hab ich rund um die Uhr gefeilt, bei jedem Essenmachen, bei jeder Waschmaschine, bei jedem SCHEISS. Dabei kam ich dann auf die Idee, einen neuen Ulyses zu verfassen, einen luciden stream of consciousness.
Zur Bewusstseinserweiterung guckt man hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bewusstseinsstrom

Das hat mir so gut gefallen, dass es mir gleich viel besser ging. Und immer besser. Und irgendwann so gut, dass ich vom 10er gesprungen bin und dabei noch „guckt ma!“ gerufen habe [platsch], und ja, zugegeben, einige hatten ein bisschen geschubst und hinten gedrängelt. Also jedenfalls bin ich Blogbuchschreiberin geworden. Und fleißig.

„Und was is mit HTML?“, wird da von der Seite reingerufen… Kommt vielleicht noch. GEHT AUCH SO.
Labere Wörter in die Tastatur, denke an meine Leser_innen, grinse beim durch die Satzwelt rennen, weiterweiter, höre ich die Trainerstimme…Boxen oder Schreiben: Wir dürfen nicht nachlassen. (#Camus)
Wollte ja eigentlich am liebsten schon immer Briefe- oder Auftragsschreiberin werden. Berufe mit Zukunft, I know. Also, hier ist ab jetzt Wunschkonzert. Ruft rein, was mal dran wäre. Gemeinsame Undeinmalerlebnisse. Überschriften. #Schlagworte…bitte mitmachen, dann wirds „interaktiv“.

Wo war ich, wo wollt ich hin?
Richtig, die Konkurrenz.

Also. Vorschlag an die Leserschar:
Jede_ von Euch sagt 2 bis unendlich vielen Leuten, sie sollen HIERHER kommen, zum Lesen. Und die dann wieder. Und dann müsste ich ziemlich schnell, wer rechnet das bitte mal eben aus? , B.H-D vielleicht? ziemlich schnell unter den TOP 100 sein. Ohne Nagellackfarben. (Unter uns: ich gewöhne mir ja das Fingergebeiße ab. Auf Hooge war ich clean. Jetzt, naja, ich arbeite dran…). Und ja, von mir aus: Teilt mich auf euren Netzwerken. Und tretet bei:

http://asnetz.npage.de/

Und dafür, wenn schon Prostitution, dann richtig: ich schreib
WAS IHR WOLLT.

Dingsdafinale, FrauFreitag verletzt!

Während sich die Mannschaften aufwärmen, die Fans vorglühen und -schon- die Nationalhymne durchs Fenster zu mir herein klingt,  (irgendwie immer ein sehr seltsamer Moment) liege ich. Laut fluchend und mit dem Schicksal hadernd. Im Bett. Fragt nicht, wie lange ich gebraucht habe, bis ich hier war. FrauFreitag, was ist denn bloß passiert? Das will ich dir erzählen, es ist eine Geschichte voller Schmerz und Selbstmitleid.
Ich war im Training. Todmüde zuerst. Dann, nach 30 min. extrem-warming up, i.e. Rennerei, Seilspringerei, Schattenboxerei Hampelmännerei, etcetc, also wirklich warm, unter mir schon kleine Pfützen, …wollte Trainer E. mir einen Gefallen tun und mir die ersten 3 Minuten Pratzentraining widmen. Ich freu mich, bin endlich wach und heiß drauf, ein bisschen zu hauen und zu treten. Kombination war folgende: eine schnelle kleine Linke, eine ebensolche rechte Gerade, noch eine Rechte, diesmal lang und hart, dann ein freundlicher rechter Uppercut, linker Haken, rumms, rechter Kick als Abschluss. Ich mache schon wieder Geräusche wie diese Tennistante, kicke laut  mit „uoah“, bin wild und gefährlich, alles sehr schön, coole Kombination, macht echt Spaß, viermal, fünfmal, E. greift an, ausweichen, weiter gehts, nach dem Haken der Kick- ich hebe das Bein, schreie, setze den Fuß auf den Boden, schreie nochmal, liege, spiele den gefallenen Fußballer.
Hinter dem Feuerwerk, das ich sehe, weiß ich: Kacke. Das ist (wieder) ein Faserriss, wieder rechte Wade, gleiche Stelle wie vor 2 Jahren, und das hat lange gedauert. Sehr lange. Narbengewebe. Das Alter. Mein Leben, meine Karriere- ruiniert. Sitze, Bein senkrecht hoch, wiegele ab, „geht schon“ (Lawrence of Arabia-„natürlich tut’s weh“). Ein junger, muskulöser Mann massiert sehr aufmerksam mein Bein, aber irgendwie kann ich es nicht genießen. Wo bleiben jetzt die mit der Bahre? Eisspray? Physiotherapeuten? Ein Arzt vielleicht wenigstens? Helikopter? Pustekuchen, alle in Brasilien.
Over.
Auf links in die Kabine. Rufe Kinder an, Mann is ja keiner mehr da. P. kommt, sie ist ja jetzt größer als ich, äußerlich, also muss sie mal ihre durchgeknallte Mutter heimstützen.
Der Weg ist plötzlich 15 Mal weiter…auauau! Es schüttet.
Problem: ich komm ausm Trainig, habe ca. 100 Liegestütz gemacht, Schattenboxen mit Gewichten-meine Arme können nicht mehr.
Zeitschleifengefühl, Krücken, Behinderung-war doch erst, oder? Traumatisch.
Will das nicht. Nie wieder!
Bin extrem unzufrieden.

¿Wie bitte???
0:5?!?!?!?
Irgendwas stimmt doch heute nicht!

Misery and pain.

Nachtrag, 12.7.:
Am gleichen Abend, so berichtet mir meine Mitbewohnerin der Stadtwohnung, ist das Muhammad Ali-Poster von meiner Tür runtergefallen. Was für eine Koinzidenz!!

Planwirtschaft, ein Aspekt

Vorwort:1. Der folgende Text ist schon ein bisschen älter. Ich finde ihn aber gerade passend.  Man erkennt das Alter des Textes z.B. an der Formulierung „mein Mann“. Das heißt heute Exmann. 2. Der Text ist mit einem schweren Kater geschrieben worden.3. Außerdem muss ich die Leser warnen. Es werden pikante und wahre Details aus einem früheren Leben berichtet. Das müssen Kinder zum Beispiel nicht lesen. Und auf keinen Fall zu Hause nachmachen!

 

Und jetzt kommt der Text:

Es muss am Raki liegen, dass ich mich heute so schwach und wacklig fühle.

Andererseits: als wir um acht gestern Abend losgingen, wollte ich eigentlich viel lieber ins Bett, weil ich nämlich schon seit fünf auf war. Es war außerdem Mittwoch, der schlimmste Tag in der Woche.

Das Wort „Lebensplanung“ geht mir in all der Wackligkeit heute nicht aus dem Kopf. Darüber hatten wir ja schon auf dem Weg geredet. Dass mein Mann glaubt, dass wir alles falsch gemacht haben, was ich so wahnsinnig hasse, weil ich davon das Gefühl bekomme, alles falsch gemacht zu haben. Kein Haus gekauft. Kein Nest gebaut. Immer Kompromisse und Provisorien.

Lebensplanung.

Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen.
Ich habe einen Essensplan in der Küche. Darauf stehen Essen, die es in der Woche wahrscheinlich geben wird, wenn ich es mir nicht anders überlege. Darum schreibe ich immer drunter: „Kurzfristige Änderungen vorbehalten“. Es gibt außerdem einen PLAN, der festlegt, wer diese Woche den Müll rausbringt und wer sich um das Vorhandensein von Getränken kümmern soll. Damit versuche ich, diversen Streitereien vorzubeugen. Und den Überblick zu wahren, was nicht immer leicht ist.

Ich hasse Pläne eigentlich (außer wenn ich sie übererfüllen kann). Die Zettel an meinem Kühlschrank stürzen mich manchmal in eine tiefe Seinskrise. „Essensplan“, denke ich dann mit Schaudern.
Aber Lebensplan?

„Unser Lebensplan  (oder war es –planung?) ist eben so. Deshalb müssen wir das auch gar nicht diskutieren“

Ein starker Satz. Haben die gesagt, die auch noch da auf der Geburtstagsfeier waren. Natürlich ging es um das schöne Thema Kinderfremdbetreuung. Ganztagsschule und so Dinge. Achje.

Ist das eine Aussage. Stellen wir uns das vor! Da setzt sich ein junges, verliebtes (?) Paar hin und macht seine Lebensplanung. So wie wir unseren Essensplan. Am Küchentisch vielleicht. Da sitzen sie und planen.

Ich habe alles falsch gemacht.

Nie am Küchentisch den Lebensplan geschrieben. Dafür habe ich jahrelang meinen alten Küchentisch vor dem Sperrmüll gerettet. Wie könnte ich ihm das antun, Zeuge so vieler Szenen der er war? Er hatte zum Beispiel schon immer genau die richtige Höhe, um sich darauf zu setzten, die Beine anzuziehen und sich vögeln zu lassen. Man konnte sich auch mit dem Bauch drauflegen und den Rock heben. Zur Abwechslung. Und hinterher war man schon da, um an ihm was zu trinken. Wodka und Kräutertees.  Man konnte auch Rauschgifte probieren und hoffen, dass ihre Wirkung schnell aufhört. Ich erinnere auch auf ihm liegende Köpfe mit weinenden Schultern, weil die Zeit der auf diesem Küchentisch geschobenen Nummern nun m.E. definitiv vorbei sein sollte.

Und manchmal saß man nur so dran, um z.B. was zu trinken, und dann musste man mal drüberstreichen und lächeln.

In einem anderen Leben habe ich gern die kleinen Kinder mitten auf den Tisch gesetzt. Das war nämlich die Insel, auf der man gestrandet war, während die Mutter die Küche putzte. Oder das Schiff. Auf dem man den Ozean überquerte, während die Mutter die Küche putzte…

Millionen Bilder sind an ihm gemalt worden, Saftbecher ausgeschüttet, Popel drunter geschmiert, Kastanienmännchen gebastelt und Plätzchen gebacken. Dabei wollte ich nie unbedingt Kinder haben. Also das war nie in meinem Lebensplan. („Kurzfristige Änderungen vorbehalten“).

Sitzen die also da und machen den LEBENSPLAN. Oder haben sie das postkoital im Bett erledigt? („Schatz, willst du eigentlich lieber arbeiten gehen, oder zu Hause bleiben?“ „Och, eigentlich lieber zu Hause bleiben.“ „OK, ich schreib das auf. Dann müssen wir das später nicht mehr diskutieren. Das beugt unbedingt Streitereien vor.“)

Was hätte aus mir werden können, wenn ich den Küchentisch nicht immer so zweckentfremdet hätte? Mindestens Ministersgattin. Oder doch Ärztin?  Irgendwas Richtiges.  „Klar weiß ich, was ich will!“

Vor einiger Zeit sind wir umgezogen. Es gab einen neuen Küchentisch, der ist ganz hübsch und wir werden uns schon aneinander gewöhnen. Mein alter steht im Keller. Es durfte nicht auf den Sperrmüll. Ich finde, es ist ganz genau der richtige Tisch, um für geliebte Gartenarbeiten benutzt zu werden. Da kann man immer mal lächelnd über ihn streichen…Schließlich hat er seine Sache immer gut gemacht. Was ich von mir nicht durchgehend behaupten möchte.

Was habe ich eigentlich so für eine Lebensplanung gehabt? Wollte ich eigentlich schon seit  fünf auf sein und mich um acht zu müde fühlen für einen Geburtstag? Sicher auch so eine kurzfristige Änderung.